Fliesenleger

Die perfekte Webseite für das Handwerk

Die eigene Webseite bauen – fast so leicht wie Fliesen verlegen

Die Webseite ist und bleibt der lokale Dreh- und Angelpunkt für digitales Marketing und bildet die Basis einer jeden Internetpräsenz. Aber was macht eine gute Webseite aus? Wie muss sie aufgebaut sein? Was muss ich bezüglich der Mobilfähigkeit beachten? Wie lang dürfen oder sollen die Texte sein? Braucht die Webseite jetzt mehr Video-Inhalt, da keiner mehr liest? Fragen über Fragen, mit denen sich kleine und mittlere Unternehmen beschäftigen müssen, bevor sie das Projekt Webseite starten.

Chancen für das Bau- und Ausbauhandwerk

Gerade das Bau- und Ausbauhandwerk hat vieles zu erzählen und zu zeigen. Eine Webseite ist der ideale Ort dafür! Mit der nachfolgenden Checkliste geben wir aber nicht nur Fliesenlegern Tipps an die Hand, wie sie ihre eigene Webseite strategisch aufbauen. Sie gelten für alle Handwerker*innen, die mit dem Gedanken spielen, eine neue Webseite zu bauen oder ihre bestehende Seite zu optimieren. Denn die Webseite kann viel mehr sein als nur eine Web-Visitenkarte. Dabei setzen wir diesmal den Fokus auf die Optik, die Übersichtlichkeit und den Inhalt und weniger auf die Technik und Suchmaschinenoptimierung.

  1. Struktur und Aufbau

Mobile First“ ist die Devise. Weit über 50 Prozent der Internetnutzer betreten das World Wide Web mittlerweile mit ihrem Smartphone – und es werden immer mehr. Der Bildschirm eines Smartphones hat weitaus weniger Platz als der eines Laptop bzw. PCs. Hinzu kommt, dass wir Webseiten ähnlich wie Social Media-Profile oder Beiträge nur noch scannen und nicht in der Tiefe durchlesen. Je besser die Seite strukturiert und aufgeräumt ist, je mehr Zwischenüberschriften, Icons, Bilder und Farben genutzt werden, desto eher kann sich der Internetnutzer auf der Webseite zurecht finden. Entscheidend ist das Wechselspiel der Informationsblöcke: Nutzen Sie zuerst Ihr Logo, dann ein Stimmungsbild, welches Ihre Branche symbolisiert. Nachfolgend stellen Sie z.B. drei Alleinstellungsmerkmale oder eine kurze Begrüßung in den Fokus. Darunter lohnt es sich, eine Unternehmensvorstellung, bebilderte Kategorie-Kacheln, Referenzen, Partnerschaften und Kontaktdaten aufzuführen. Dabei sollten Sie immer wieder zwischen Text, Bild und grafischen Elementen wechseln, damit die Webseite übersichtlich bleibt. Textwüsten allein oder aber nur Bilder ohne weitere Informationen, schaffen keine genügende Informationsübersicht.

Anhand dieses Beispiels sehen Sie, wie ein optimaler Aufbau aussehen kann:

  1. Navigation und Orientierung

Weniger ist mehr. Der Nutzer soll sich auf der Webseite schnell zurecht finden, einen guten Überblick über Leistungen und Produkte erhalten und unverzüglich den Kontakt zu Ihnen via Telefon oder E-Mail finden und aufnehmen können. Je flacher die Architektur der Webseite ist, desto besser gelingt dies.

  • Auf der Startseite sollte es eine aussagekräftige Vorschau der wichtigsten Themenbereiche geben.
  • Die Navigation sollte sprechend und selbsterklärend sein. Dabei ist wichtig, dass der Besucher sich nicht durch zu viele Ebenen klicken muss – nach nicht mehr als drei Klicks sollte die gewünschte Unterseite erreicht sein. Gerade in der mobilen Ansicht, wo die Navigation erst aufgeklappt werden muss, um sichtbar zu sein, sollte sie kurz und knapp aufgebaut sein.
  • Die Webseite eines jeden Fliesenlegers sollte folgende Unterseiten umfassen: Home/ Start, Über uns/ Unternehmen, Leistungen/ Kompetenzen, Referenzen/ Ausstellung, Partner, Kontakt, Datenschutz und Impressum.

Tipp: Gehen wir eine Ebene weiter und schauen uns den Bereich Leistungen/ Kompetenzen genauer an. Diesen könnte man z.B. produktspezifisch aufbauen: Fliesen, Naturstein, Fugensanierung und Silikonarbeiten. Oder man könnte ihn raumspezifisch aufbauen: Küche, Badezimmer, Flur, Treppe, Wintergarten und Terrasse. Letzteres ermöglicht es, Referenzen in dem Kontext darzustellen und den Besuchern gleich Ideen zur Umsetzung zu geben. Und so kann das Ganze praktisch umgesetzt aussehen.

  1. Inhalte – Text, Bild und Video

Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) hat uns gelehrt, viele tiefe Inhalte auf der Webseite bereitzuhalten, damit man auf Google gut gefunden wird. Das ist auch richtig, aber bitte nicht auf der Startseite! Hier gilt es, eine schnelle Orientierung zu schaffen und den Nutzer z.B. nach einer Suche auf Google abzuholen und ihn zur Kontaktaufnahme zu animieren. Leistungen und die Beschreibung Ihres Unternehmens sollten hier kurz gehalten werden. Und dabei ganz wichtig: Vergessen Sie nicht Ihre Alleinstellungsmerkmale.

  • Warum sollte man Sie engagieren?
  • Was machen Sie anders als Ihre Mitbewerber?
  • Welchen Vorteil habe ich, wenn ich Sie beauftrage?

Mögliche Alleinstellungsmerkmale sind z.B. Pünktlichkeit, Präzision, Sauberkeit, Erfahrung, Kompetenz oder Zuverlässigkeit. Beschreiben Sie diese Vorteile kurz. Ideal wäre es dabei, wenn diese Merkmale durch Stimmen Ihrer Kunden bestätigt werden. Binden Sie also Referenzen und Bewertungen auf der Seite ein, die genau darauf einzahlen. Da wir Texte oftmals nur „scannen“, reichen diese alleine nicht. Anhand von Bildern lässt sich die Arbeit eines Fliesenlegers auch viel besser aufzeigen. So kann man den Nutzer gleich im Kopfbereich mit einem Symbolbild abholen, das für die Branche steht. Kategorien sollten auf der Startseite mit einem Bild versehen werden, welches sich auf der Unterseite wiederholt. Und nicht zu vergessen die zahlreichen Referenzen, die sich in Form einer Bildergalerie darstellen lassen. Videos oder kurze Video-Sequenzen ermöglichen zudem einen audiovisuellen Einblick in das Unternehmen und die Leistungen. Tipp: Nutzen Sie bereits im Kopfbereich der Webseite ein kurzes Video, das automatisch abgespielt wird oder stellen Sie Ihr Unternehmen in der Kategorie „Über uns“ in Form eines Unternehmensvideos vor.

  1. Kundenstimmen und Bewertungen

Tu Gutes und rede darüber.“ Referenzen sind eine Möglichkeit, dass andere die Vorteile Ihrer Leistungen beschreiben. Nutzen Sie die Einbindung von Kundenstimmen oder Bewertungen. Kundenstimmen lassen sich zum einen via Text, Bild oder auch als Video festhalten. Tipp: Wie wäre es, wenn Sie ein kleines Video des fertig gefliesten Badezimmers aufzeichnen, in dem der Hausherr oder die Hausherrin sich für Ihre Arbeit bedankt und bestätigt, wie zuverlässig Sie waren, wie präzise Sie gearbeitet haben und wie modern das neue Bad jetzt aussieht? Zehn bis fünfzehn Sekunden reichen oft aus, um das Wichtigste auf den Punkt zu bringen. Wenn man dann von der Kundenstimme aus in die Referenz leitet und in Form von Bildern das fertige Ergebnis zeigt, wird daraus eine runde Sache.

Einfacher geht es natürlich mit Bewertungen, diese können z.B. von

direkt auf der Seite eingebunden werden. Alternativ kann man auch einfach nur die Bewertungssternchen einbinden. Wenn Sie noch keine Bewertungen haben, können Sie Ihre Kunden bitten, Bewertungen abzugeben und sie dazu einladen. Dazu bindet man einfach eine Schaltfläche „Jetzt Bewertung abgeben“ auf der Webseite ein und verlinkt auf seinen Google My Business-Eintrag oder seine Facebook-Fanpage.

  1. Partnerschaften und Engagements

Handwerker arbeiten Hand in Hand mit anderen Gewerken zusammen. Warum diese Partnerschaften oder Kooperationen nicht auch auf der Webseite darstellen? Dies können Sie z.B. in Form von verlinkten Logos im Fußbereich der Webseite machen. Vernetzungs-Tipp: Wenn das alle beteiligten Partner auf Ihren Seiten so machen, sorgen die Verlinkungen untereinander für eine bessere Sichtbarkeit bei Google. Aber auch die Webseitenbesucher sehen so auf einen Blick, dass Sie mit weiteren Experten zusammenarbeiten und diese auch empfehlen können. Damit nehmen Sie dem Besucher Ihrer Webseite mühseliges Suchen ab, da sie alles aus einer Hand anbieten können und dabei Experte bleiben.

Ein weiterer Punkt der Vertrauen schafft, sind Engagements z.B. in der Innung oder bei gemeinnützlichen Projekten. Zeigen Sie, dass Sie sich vor Ort engagieren, in der Nachbarschaft anpacken und für Ihre Branche alles geben. Das macht Sie sympathisch und nahbar.

  1. Kontaktaufnahme und Kontaktformulare

Im besten Fall haben Sie die Webseitenbesucher sofort von sich überzeugt, das Telefon klingelt, es kommt zu einem Beratungsgespräch bzw. Besichtigungstermin mit anschließender Auftragsvergabe. Für die Kontaktaufnahme ist es notwendig, dass die Kontaktinformationen bereits im Kopfbereich sichtbar sind und nicht erst im Fußbereich am Ende der Webseite stehen – im besten Fall an beiden Stellen erwähnen. Die Telefonnummer sollte für die mobilen User direkt anwählbar sein. Auch Kontaktformulare helfen dabei, eine strukturierte Anfrage zu erhalten. Platzieren Sie nicht nur ein Freifeldtext, sondern fragen Sie bereits Wünsche ab, um die Anfrage schneller verarbeiten zu können bzw. unqualifizierte Anfragen direkt auszusortieren. Soll das Bad saniert werden? Wie groß ist das Bad? Welche Fliesen sollen verlegt werden? Soll es modern oder klassisch werden?

  1. Aktuelles und Blog

Mit Hilfe von aktuellen und relevanten Inhalten geben Sie regelmäßige Einblicke in Ihren Arbeitsalltag und Ihr Unternehmen. Das kann in Form von einem „Aktuelles“-Bereich oder über einen Blog erfolgen. Hier können Sie sich als Experte positionieren, Tipps und Tricks geben, über gelungene Projekte berichten oder neue Produkte und Leistungen vorstellen. Ob Sie die neuen Trends vorstellen oder Vorteile bestimmter Materialien erklären – wichtig ist, dass Sie regelmäßig neuen Content einstellen. Denken Sie auch hier an Texte, Bilder aber auch Video-Formate, die z.B. über YouTube in die Webseite eingebettet werden und so auch von anderen Nutzern geteilt werden können.

  1. Mitarbeitergewinnung und Azubisuche

Ihre Webseite soll in erster Linie Interessenten auf Sie aufmerksam machen und neue Aufträge generieren. Aber unterschätzen Sie Ihre Internetpräsenz nicht, wenn es um die Mitarbeitergewinnung und Azubisuche geht. Viele erkundigen sich vorab auf der Webseite nach dem Unternehmen und verschaffen sich einen Überblick über Sie als potentieller Arbeitgeber. Deswegen sollten Sie im Bereich „Über uns/ Unternehmen“ nicht nur potentielle Kunden, sondern auch potentielle Mitarbeiter ansprechen. Unterteilen Sie nach „Wir als Unternehmen“ und „Wir als Arbeitgeber“ und nutzen Sie den Platz, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Hier können Sie auch aktuelle Stellenangebote einbinden.

  • Social Media-Integration

Last but not least: Integrieren Sie Ihre Social Media-Profile! Sind Sie bereits auf Facebook oder Instagram unterwegs, machen Sie dies auch auf der Webseite kenntlich. Dazu reicht eine Verlinkung auf das Profil über ein Grafik-Icon der Plattform oder gar die Einbindung des News-Feeds auf Ihrer Webseite.

Die perfekte Webseite ist zum Greifen nah, wenn man weiß, worauf es ankommt. Es lohnt sich, das Projekt Webseite richtig anzupacken und sich genügend Zeit dafür zu nehmen. Genau wie bei Ihren Projekten und Kunden. Wir hoffen, dass Ihnen das mit unseren Tipps und Tricks gelingen wird. Wenn Sie Hilfe brauchen, greifen wir Ihnen gerne mit unseren Services und Webseiten-Paketen unter die Arme.