Wohnwerken ist ein digitales Magazin der Schlüterschen.

Fünf Jahre ohne Geld: Vom Containern zur internationalen Ressourcenrettung

Hannover, 26. September 2016. Raphael Fellmer will die Welt l(i)ebenswerter machen. Fünfeinhalb Jahre lang lebte er deswegen komplett ohne Geld und wurde zum Sprachrohr einer wachsenden Bewegung gegen die Lebensmittelverschwendung in Europa. In wohnWERKen, einem neuen, kostenlosen Digitalmagazin über Wohn- und Gedanken-Welten abseits der Norm, erzählt er seine Geschichte.
Hannover, 26. September 2016. Raphael Fellmer will die Welt l(i)ebenswerter machen. Fünfeinhalb Jahre lang lebte er deswegen komplett ohne Geld. Er löste sich von konditionierten Verhaltensmustern, Ängsten und Vorstellungen. Und er wurde zum Sprachrohr einer wachsenden Bewegung gegen die Lebensmittelverschwendung in Europa. „Foodsharing“ – retten und teilen statt wegzuwerfen. In wohnWERKen, einem neuen, kostenlosen Digitalmagazin über Wohn- und Gedanken-Welten abseits der Norm, erzählt er seine Geschichte. Die Erstausgabe enthält neben Fellmers Artikel viele weitere Beiträge von Bloggern und Journalisten, die zum Nachdenken und zu neuen Sichtweisen anregen. Das Magazin ist ab sofort unter www.wohnwerken.de und in der ISSUU-App für iPhone, Android sowie Windows-Geräte verfügbar.

Bereits mit der Gründung der Locomotive Organisation vor sieben Jahren hatte Raphael Fellmer das Ziel, für Veränderung zu sorgen: Bewusstsein für Umwelt- und Sozialthemen schaffen, Menschen ermutigen, ihren Weg zu gehen. Für sich persönlich ging er noch einen Schritt weiter und entschied sich für ein geldfreies Leben ohne eine Organisation und ohne Bankkonten. Er stellte sich auf eine vegane Lebens- und Ernährungsweise um, fand mit Frau und Kind eine kostenlose Unterkunft nahe Berlin.

raphaelfellmer.de

„Jahrelang ‚containerte‘ ich, rettete Essbares aus Mülleimern, um auf die immense europäische Lebensmittelverschwendung von etwa 50 Prozent aufmerksam zu machen“, erzählt Raphael Fellmer. „Dann nahm ich meinen Mut zusammen und suchte den Dialog mit den Supermärkten, anstatt immer nur gegen sie zu wettern und sie für die Verschwendung verantwortlich zu machen. Ich wollte das Lebensmittelretten für alle Menschen möglich machen. Legal und in Kooperation mit dem Handel statt gegen ihn.“

Der nächste Schritt: Weltweit Ressourcen retten

Auch mit Vorträgen und Interviews trug Fellmer dazu bei, dass sich die Bewegung im gesamten deutschen Sprachraum rasant ausbreitete und viele ehrenamtliche Unterstützer bekam. Unter foodsharing.de betreibt die Organisation eine zentrale Online-Plattform und kooperiert jetzt mit über 2.500 Betrieben. Warum Raphael Fellmer seinen Geldstreik inzwischen aufgeben musste und wie er mit seiner neuen Organisation Sharecy weltweit Lebensmittel und Ressourcen wie Kleidung, Bücher, Blumen oder Elektronikartikel retten will, beschreibt er ganz persönlich in wohnWERKen. Das neue digitale Magazin der Schlüterschen Verlagsgesellschaft erscheint vierteljährlich und richtet sich an alle, die sich mit Außergewöhnlichem und Besonderem im Zusammenhang von Leben und Wohnen beschäftigen.